Über mich
Vor ungefähr 4 Jahren war ich das erste Mal in Norditalien in einem Tierheim. Mein zweiter Hund Susie war mit 14 Jahren an Krebs verstorben und es war irgendwie komisch, nur einen Hund zu haben. In unserem Italien-Urlaub beschlossen wir daher, aus dem örtlichen Tierheim einem Hund ein Zuhause zu geben. Nach etlichen Schwierigkeiten fanden wir es dann endlich in den Bergen. Niemand war dort und die Hunde heulten schrecklich. Schließlich kam dann doch jemand und wir konnten uns die Hunde ansehen. Viele Zwinger waren aus Bettgestellen zusammengezimmert und viel zu klein. Die Tiere waren schmutzig, ebenso die Zwinger. Und diese traurigen und hoffnungslosen Augen... Nach langen Überlegungen entschieden wir uns für einen verängstigten Hund, aber die traurigen Augen der anderen Hunde konnte ich einfach nicht vergessen.
Zurück in Deutschland beschloss ich, diesem Tierheim meine Hilfe anzubieten und schrieb in einem Brief, dass ich versuchen wollte, Hunde nach Deutschland zu vermitteln. Nach kurzer Zeit bekam ich zur Antwort, dass dies wegen bürokratischer Probleme nicht möglich sei. Ich schrieb zurück, dass meinen Recherchen ergeben hätten, dass die Hunde nur eine gültige Impfung bräuchten. Dann hörte ich nichts mehr.
Ein Jahr später fuhren wir wieder nach Italien und holten einen zweiten Hund dort heraus. Durch Zufall hörte ich, dass das Tierheim eine neue Präsidentin hätte und versuchte erneut mein Glück. Diesmal bekam ich eine positive Antwort und ein Jahr später trafen wir uns. Seitdem das Tierheim diese neue Präsidentin hat, hat sich für die Hunde vieles zum Positiven verändert: Neue Zwinger wurden gebaut und die Präsidentin opfert Ihre ganze Freizeit, damit es den Tieren gut geht. Aber natürlich ersetzt dies kein Zuhause und es gibt dort viele ältere und alte Hunde, die in Italien keine Chance mehr auf ein Zuhause haben. Auch ist das Tierheim oft überfüllt und hat kaum noch Platz für neue herrenlose Tiere. Ich versuche möglichst den alten Hunden dort zuerst zu helfen, da diese ihr ganzes Leben dort verbracht haben, aber natürlich bemühe ich mich auch um die Vermittlung der jüngeren, um ihnen dieses Schicksal zu ersparen.
Ich freue mich riesig, wenn einer dieser Hunde, die jegliche Hoffnung auf Liebe verloren haben, dann doch ein Zuhause finden. Fast alle diese Hunde, auch die älteren, sind unkomplizierte und liebevolle Tiere, die eine Chance verdient haben.